02.05.2019

Erst Regen, dann Sonne

Holger Hovemann gewinnt 16. ADAC Bergpreis Schottenring

Heimischer Hessischer Doppelsieg in GLP- Wertung

Stefan Bodin bester Mittelhesse im Rennen

Rund 2 200 Zuschauer

Man könnte es als Revanche betrachten. Letztes Jahr musste Mitfavorit Holger Hovemann die Hoffnung auf seinen zweiten Sieg nach 2015 technisch bedingt aufgeben. Nach drei Porschesiegen von Österreichern (Herbert Pregartner 2016 und 2018 und Herbert Stolz (2017) behielt der Odenwälder im Opel Kadett nun die Oberhand auf der bekannten 3033 Meter langen Strecke von Rudingshain über die Serpentinen nach Götzen und feierte seinen zweiten Sieg nach 2015 in Schotten.
Nach den Testfahrten am Freitag kam der Regen am Samstag. Dies bekamen nicht nur die Verantwortlichen der Rennleitung mit Rennleiter Kevin Ferner an der Spitze, der in dieser Funktion sein Debüt hatte zu spüren, sondern auch die Streckensicherung. Die hatte am Samstag 10 bis 15 Einsätze zu fahren. Mal waren es technische Defekte, mal Ausrutscher. Alles ohne große Schäden, aber eben mit Zeitverlust. Der verantwortliche MSC Rund um Schotten mit Wolfgang Wagner- Sachs an der Spitze hatte die Strecke bestens präpariert und auch organisatorisch alles im Griff, aber eben nicht das Wetter.
Am Sonntag besserte sich die Wetter- und auch Gemütslage deutlich und es kam zu dem insgeheim erwarteten Duell zwischen Hovemann und Stolz unter 83 Startern vor etwa 2 200 Zuschauern in vier Wertungsläufen. Zunächst legte der Österreicher mit 1:21,813 Minuten im ersten von vier Wertungsläufen vor. Doch dann blies Hovemann zur Attacke, holte sich die drei restlichen Bestzeiten und gewann mit 2, 269 Sec. vor Stolz. Mit 11,952 sec. wurde Ralf Kroll im Silver Car S2 dritter. Die Mittelhessen hatten zwar wie erwartet keine Chance auf eine Podestplatzierung, doch zumindest bei Stefan Bodin erfüllte sich die Zielsetzung („Ein Platz unter den Top 30 sollte es schon sein). Der Öber- Mörlener trieb seinen Porsche 944 GTR auf den 24. Gesamtrang (+47,861 sec.), übertraf damit seine eigenen Erwartungen und wurde bester Lokalmatador. Das war letztes Jahr der Niddaer Maurice Moufang im BMW M3 auf Rang 17. Dieses mal reichte es lediglich zu Platz 30 (+53,098 sec.). Einer der Publikumslieblinge war Keith Murray. Der Brite hatte mit rund 1 000 km die weiteste Anreise, die in 24 Stunden erledigt war. Mit 22 Jahren im Bergrennsport ist Murray kein Neuling mehr, doch erstmals in Schotten dabei. Mit seinem heckgetriebenen Audi R8 wurde er 25. im Gesamt (+48,824 sec.) und hatte viel Spaß. „Die Strecke und auch die Stimmung sind fantastisch. Ich wurde hier sehr herzlich empfangen und komme gerne wieder“, meinte Murray am Rande.

Die GLP- Wertung auf Sollzeit mit 53 Fahrern wurde zum Doppelsieg aus heimischer Sicht und ging in den Main- Kinzig- Kreis. Stellvertretend für alle Fahrer brachte es Dennis Treml aus Schotten vielleicht auf den Punkt. „Eine super Veranstaltung. Samstag war nicht so schön, aber der Sonntag war super bei bestem Wetter. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei“. Es gewann nach drei Wertungsläufen Christian Strott aus Sinntal im VW Golf 2 (+0,325 sec.) vor Jürgen Fechter aus Gründau im VW Scirocco 16V (+0,957 sec.). Der Grünberger Adrian Mirthes komplettiert die Topten (+3,313 sec.)

Ergebnisse 16. ADAC Bergpreis Schottenring
Rennen 83 Teilnehmer, 72 in Wertung, 4 Wertungsläufe
1. Holger Hovemann, ADAC Nordbaden, Opel Kadett C GT/R V8 5:23,082 sec. 2. Herbert Stolz Porsche DP 935 +2, 269 sec. 3. Ralf Kroll, Silver Car S2 +11,952 sec. 4. Michael Weber, ADAC Weser- Ems, Audi 80 Quattro +18,560 sec. 5. Patrick Orth, MSV Osann- Monzel, BMW Gerent E 30 +19,609 sec. 6. Hauke Weber, ADAC Weser- Ems, Audi 80 Quattro +19,745 sec. 7. Günter Göser, Opel Kadett C Coupe 16V +21,112 sec. 8. Marcel Gapp, Scuderia Lindau, BMW M3 E36 +24,085 sec. 9. Jochen Stoll, KÜS Team 75 Bernhard, Porsche 911 GT3 Cup +24,225 sec. 10. Ralph Paulick, VW Golf 1 +25,481 sec........24. Stefan Bodin, Ober- Mörlen, Porsche 944 Turbo GTR +47,861 sec. 30. Maurice Moufang, Nidda, BMW M3 +53,098 sec.

Ergebnisse GLP- Wertung auf Sollzeit 53 Fahrer, 44 in Wertung
1. Christian Strott VW Golf 1 +0,325 sec. 2. Jürgen Fechter VW Scirocco +1,282 sec. 3. Michael Beer, Peugeot 206 +1,701 sec. 4. Jörg Pohlmann Alfa Romeo 1,849 sec. 5. Siggi Vormann Renault Clio +1,851 sec. 6. Manfred Ruth Peugeot 205 +2,703 sec. 7. Ferdinand Krieg, VW Scirocco GTI +3,016 sec. 8. Daniel Rox Opel Vectra 2000 9. Mario Markert BMW 318is +3,217 sec. 10. Adrian Mirthes Opel Asona B 2,4 +3,313 sec.......13. Edgar Lampas Toyota Celica +4,156 sec. 21. Steffen Lindenstruth Rabenau VW Scirocco +5,434 sec. 24. Dennis Treml Schotten BMW M3 +6,233 sec. 27. Hans Jürgen Schnabel Ulrichstein Opel Irmscher Manta +7,298 sec.41. Michele Carotenuto Buseck Opel Kadett C Coupe 17,493 sec.

Text: Heiko Schäfer


09.01.2019

Vorbericht Nr. 1 Bergpreis

Feingefühl und Fahrspaß am Schottenring

SCHOTTEN (sfä) Eine Woche nach der traditionellen und bundesweiten Suche nach Ostereiern beschränkt sich eine etwas andere Suche auf ein relativ übersichtliches Gebiet. In und um den Schottener Ortsteil Rudingshain geht es vom 26. bis 28. April 2019 um die Ideallinie und damit die Bestzeiten beim Auftakt zum DMSB-Automobil-Berg-Cup 2019, dem KW Berg-Cup und dem NSU Bergpokal im KW Berg- Cup. Die bis zu 900 PS starken Boliden röhren am letzten April- Wochenende ab Freitagmittag zu ersten Testfahrten auf der rund drei Kilometer langen Strecke von Rudingshain über die Poppenstruth Richtung Götzen. Der Samstag ist den Trainingsläufen vorbehalten. Mit Fahrspaß und Feingefühl kämpfen die Fahrer am Rennsonntag ab 9 Uhr in vier Wertungsläufen um vordere Plätze in der Gesamtwertung und den Klassen. Seit 2016 konnte immer ein Porsche- Fahrer aus Österreich den Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Ob die Siegesserie beim veranstaltenden MSC Rund um Schotten reißt oder anhält, wird am Abend des 28. April feststehen. Weitere Infos unter www.schottenring.de