| ADAC/VFV Schottenring Classic Grand-Prix,
24. Int. Classic Grand-Prix,
18./19. August 2012
auf dem Stadtkurs in Schotten
Rückblick 2011
Motorrad-Sause am Schottenring Knapp 14.000 Zuschauer erlebten tolles Rennwochenende
(mr)Erfolgreiches Wochenende für den MSC Rund um Schotten eV im ADAC und VFV: Bei am Samstag perfektem Sommerwetter – am Sonntagmittag ging ein kurzer Schauer nieder – und spannenden Läufen der klassischen Motorräder und Seitenwagen im Rahmen der DHM (Deutschen Historischen Meisterschaft) war die Rennstadt Schotten am dritten August-Wochenende wieder einmal ein Mekka für Zweiradfreunde aus dem ganzen Bundesgebiet und den Nachbarländern. Ja, sogar englische Kennzeichen wurden gesichtet. Mehr als 300 Starter in 15 Feldern begeisterten die dicht gedrängten Zuschauer an der 1,4 km langen Strecke vor den Toren des ansonsten eher verschlafenen Vogelsberg-Städtchens mit spektakulären Schräglagen und Beiwagen-Akrobatik.
Seltene Motorräder der einst so überaus erfolgreichen Marken DKW und NSU brachte die Audi Tradition aus Ingolstadt nach Schotten. Ein namentlich nicht genannt sein wollender Sammler vom Bodensee schickte mehr als 40 ausgewählte Motorräder zum Schottenring Grand Prix, teilweise gefahren von ehemaligen Deutschen Meistern. AJS, Benelli, Bimota, BMW, Bultaco, Chater Lea, Douglas, Ducti, Gilera, Hecker, Honda, Horex, Indian, Jawa, Moto Guzzi, Motosacoche, MZ, Norton, Peerless, Puch, Rudge, Sarolea, Sunbeam, Suzuki, Triumph und Yamaha, der 23. Schottenring Classic Grand Prix bot Enthusiasten wieder eine erstaunliche Bandbreite an Motorrädern, die teilweise zum ersten Mal überhaupt bei einer klassischen Veranstaltung zu sehen – und zu hören – waren: „Name it, Schotten has it.“ Die Ansammlung besonders seltener Motorräder war in Deutschland einmalig. Stefan Knittel, seit Jahrzehnten der Motorrad-Historiker in Deutschland: "So etwas hat es bisher in Deutschland nicht gegeben. Und dass dies in Schotten gezeigt wird, ist logisch, denn das ist die beste Veranstaltung hierzulande überhaupt."
Hinzu kamen bekannte Namen wie der siebenmalige Weltmeister Phil Read (GB), Heinz Rosner, in den sechziger und siebziger Jahren auf MZ erfolgreich, der zweimalige Weltmeister Dieter Braun oder Lothar John, der vor 50 Jahren seine Rennfahrer-Karriere begann, die als Höhepunkte die Deutschen Meisterschaften 1968 und 1969 in der 250 cm3-Klasse aufweist. Peter Rubatto bot auf der Start- und Zielgeraden die spektakulärsten Wheelies.
Dass auch Späne fallen können, wenn gehobelt wird, mussten zwar auch ein paar Teilnehmer erfahren, doch die wenigen Ausrutscher am Samstag verliefen glücklicherweise glimpflich.
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